Ilm-Kreis-Kliniken
Im Notfall - Ilmkreiskliniken

Regionales Traumazentrum

Zertifikat Traumanetzwerk
Das Ziel des TraumaNetzwerkes DGU der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie ist es standardisierte Qualitätsmaßstäbe zu schaffen, um jedem Schwerverletzten die bestmögliche Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten.
Schwerletzte Patienten sollen ohne Zeitverzug in Kliniken behandelt werden, die personell und strukturell dazu in der Lage sind, diese Patienten bestmöglich zu versorgen. Wichtig ist außerdem die Kommunikation der Kliniken untereinander, welche durch die Vernetzung der Kliniken im Traumanetzwerk Thüringen sichergestellt ist.
Krankenhäuser haben durch ein Zertifizierungsverfahren die Möglichkeit teilnehmende Einrichtung am Traumanetzwerk zu werden.
Je nach Ausstattung und Struktur des Krankenhauses ist eine Teilnahme als

• überregionales (Kliniken der Maximalversorgung)
• regionales (Kliniken der Schwerpunktversorgung) oder
• lokales Traumazentrum (Kliniken der Basisversorgung) möglich.

Mit der erfolgreichen Anerkennung als "Regionales Traumazentrum für schwerverletzte Patienten" beendete jetzt die Klinik für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie der Ilm-Kreis-Kliniken am Standort Ilmenau seine eineinhalbjährige Vorbereitungszeit für diese Zertifizierung.

Chefarzt Dr. med. Thomas Weihrauch und seine Mitarbeiter haben am 25.09.2014 dieses wertvolle Zertifikat erhalten. Für Schwerverletzte kann dieses Alleinstellungsmerkmal lebensrettend sein. Ziel des Traumanetzwerkes DGU® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. ist es, jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen. Es setzt fachliche Kompetenz und die Bereitschaft aller beteiligten Leistungserbringer, Kosten- und Krankenhausträger voraus, bestehende Versorgungskonzepte gemeinsam weiter zu entwickeln.

Das Regionale Traumazentrum in Ilmenau kooperiert mit dem Traumanetzwerk DGU TNW Thüringen. Hier werden die Anforderungen erfüllt, die im Rahmen einer bundesweiten Initiative zur Verbesserung und Optimierung in der Versorgung von Schwerverletzten nach den Kriterien der Behandlungen von Schwerverletzten gemäß den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) gefordert werden: "Qualität und Sicherheit in der Schwerverletztenversorgung erfordern eine flächendeckende Vorhaltung leistungsstarker Versorgungseinrichtungen, die rund um die Uhr jede Verletzung bei jedem Patienten versorgen können. Ein wichtiges Element hierbei sind Traumzentren, die nachweislich die Prozess- und Ergebnisqualität der Verletztenversorgung verbessern können".
Der Klinik für Chirurgie der Ilm-Kreis-Kliniken am Standort Ilmenau wurde mit der Zertifizierung zum regionalen Traumazentrum bestätigt, dass sehr gute personelle und strukturelle Versorgungsbedingungen vorhanden sind, um in den Kliniken am Standort Ilmenau schwer Unfallverletzte optimal zu versorgen.
Für den Ilm-Kreis bedeutet diese Zertifizierung der Klinik für Chirurgie am Standort Ilmenau die Bestätigung der bestmöglichen stationären Versorgungsbedingungen und Strukturen zur Behandlungen von Unfallopfern.

Die Unfallchirurgie umfasst die Akutversorgung aller Verletzten, die eingeliefert werden. Hierzu zählt die Versorgung Schwerverletzter, Knochenbruchbehandlungen, die traumatische Gelenkchirurgie, arthroskopische Operationen (Schulter, Knie und Sprunggelenken), Hand- und Fußoperationen, die Behandlung von Knocheninfektionen. Weiterhin ist die Ilm-Kreis-Klinik Ilmenau am Verletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften beteiligt.

Wichtig für eine optimale Behandlung von schwerverletzten Patienten ist eine ununterbrochene und professionell geleitete Prozesskette, die vom Rettungsdienst über den Schockraum, den OP, eine interdisziplinäre Intensivstation und die weitere stationäre Behandlung bis zur Rehabilitation reicht. Die Nähe der Liegendanfahrt und des Hubschrauberlandeplatzes zum Schockraum und dessen Nähe zur Computertomografie und zu den Operationssälen sowie das gut etablierte Schockraummanagement helfen dem Team, wertvolle Zeit zu sparen. Hier arbeiten Ärzte und Pflegepersonal verschiedener Fachrichtungen zusammen: Unfallchirurgen, Allgemeinchirurgen, Urologen, Anästhesisten und Radiologen.

Die Ziele eines Trauma - Netzwerkes sind

  1. der Erhalt und die Verbesserung der flächendeckenden Versorgungsqualität von Schwerverletzten durch verbesserte Kommunikation, abgestimmte Versorgungsstandards und qualitätsgestützte Kooperation.


  2. die Steigerung der Effizienz durch Nutzung vorhandener Ressourcen, z.B. Bildung eines regionalen oder überregionalen Traumazentrums unter Beteiligung mehrerer, nah beieinander liegender Einrichtungen.


  3. die Nutzung von Möglichkeiten zur interhospitalen Regelung einer aufwandsadäquaten Erlös-Aufteilung im DRG-System.


  4. die Nutzung von Möglichkeiten zur Einrichtung eines Verbund-Systems zur Fort- und Weiterbildung



Wesentliche Bestandteile eines Netzwerkes sind

  1. definierte Kriterien zur Aufnahme und Weiterverlegung eines Patienten vom Unfallort in ein Traumazentrum.


  2. die Einführung einheitlicher personeller, struktureller und organisatorischer Voraussetzungen, z.B. Schockraum.


  3. die Formulierung von standardisierten Behandlungsabläufen und Verlegungskriterien für die Frühphase der Schwerverletztenversorgung auf Basis der evidenzbasierten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), z.B. S3-Leitlinie der DGU.


  4. die ärztliche Qualifizierung durch verpflichtende Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogramme (z.B. ATLS®; www.atlas.de oder DSTC)


  5. die Teilnahme an internen und externen qualitätssichernden Maßnahmen und Erfassung der aktuellen Versorgungszahlen und -abläufe auf Basis des TraumaRegistersQM der DGU (www.traumaregister.de) und weiterer Programme, z.B. Evaluierung notärztlicher präklinischer Tätigkeit BAND.


  6. die Einrichtung von präklinischen und klinischen Telekommunikationssystemen, die es den Rettungsdiensten und teilnehmenden Kliniken ermöglicht, bereits an der Unfallstelle oder in der Notaufnahme wesentliche Befunde zu übermitteln, um die notwendigen Konsequenzen für die Einleitung lebenserhaltender Maßnahmen ohne Zeitverzögerung ziehen zu können.


 
Adressen
Standort Arnstadt
Bärwinkelstraße 33
99310 Arnstadt
Telefon: 03628-919-0
Fax: 03628-919-130

Standort Ilmenau
Oehrenstöcker Straße 32
98693 Ilmenau
Telefon: 03677-606-0
Fax: 03677-88 20 35

Standort Ilmenau
Suchtmedizin
Oehrenstöcker Straße 32
98693 Ilmenau
Telefon: 03677-606-0
Fax: 03677-8820-35

Pressekontakt Abteilungsleiterin
Management/Prokuristin
Ch. Fischer
Telefon: 03628/919 401
Fax: 03628/919 403
management@ilm-kreis-kliniken.de


 
 
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